Der weiße Hai

Mein Sohn hatte gestern Geburtstag und heute gab es dazu die Kinderparty.

Er hat sich das Motto „Hai“ gewünscht. Momentan fährt er total auf Haie und Dinosaurier ab.
Die ganze Party war auf Haie ausgerichtet. Spiele, Deko und natürlich auch die Verpflegung.
Angefangen von Hai-Gummis, über Fischlis bis hin zu Fischstäbchen.

Natürlich durfte da die Hai-Torte nicht fehlen!!!

Diesmal habe ich den Werdegang von 2 Blechkuchen zum Hai dokumentiert und möchte euch diesen natürlich nicht vorenthalten.
Meine zukünftigen Projekte werde ich alle so handhaben und genau dokumentieren.
Bei meinen bereits vollendeten Torten müsst ihr euch leider mit den Endbildern zufrieden geben. Aber ich werde versuchen, den Werdegang ausführlich zu beschreiben.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema zurück:

Einige Tage vorher habe ich schon mit den Flossen begonnen. Sie mussten trocknen damit sie auch auf der Torte stehen und nicht einfach zusammensacken.

Rückenflosse

Gestern habe ich zu backen begonnen. Es ist ein Schokokuchen (Das Rezept verrate ich euch auch noch in nächster Zeit). Ich habe davon 2 Bleche gebacken und dann mit Schablonen (1x Vorderteil, 1x Hinterteil), die ich vorher an die Servierplatte angepasst habe, zugeschnitten.
Die Teile habe ich dann mit Weichsel-Marmelade und dunkler Ganache gestapelt. Da lässt sich mit viel Fantasie schon eine leichte Haiform erkennen.

Blechkuchen Schablone  Kuchen stapeln

Als Nächstes habe ich mit dem Brotmesser der Form einen Feinschliff verpasst und die Torte mit Ganache eingestrichen. Danach durfte sie einige Stunden am Balkon kühlen. Dadurch wird das Eindecken erleichtert, weil der Kuchen darunter nicht mehr so nachgibt.

mit Ganache bestrichen

Den Fondant habe ich grau eingefärbt und augerollt. Es musste schon ein großer Fleck sein, da die Torte eine Länge von 45 cm hatte.

Fondant grau gefärbt  ausgerollter Fondant

Das Eindecken einer solchen Form, bedarf schon einiger Übung. Aber auch mir passieren immer wieder Schönheitsfehler wie Dellen oder Falten. Man muss diese nur kaschieren, dann fällt es kaum auf.
So habe ich hier unter der Schnaunze Falten hineinbekommen. Aber durch den weißen Bauchstreifen, sowie den Mund, sind diese wie weggezaubert.
Den weißen Streifen habe ich übrigens 1 m ausgerollt und in einem Stück rund um den Hai gelegt.

Hai eingedeckt  weißer streifen und mund angebracht

Die Zähne habe ich  mit einem Ausstecher für Randverzierungen gemacht. Diese lassen sich immer toll zweckentfremden.
Die Wellen habe ich einfach abgeschnitten und dann konnte ich die ganze Leiste in Einem ans Maul kleben. Dawischen habe ich immer einen halbierten Zahn als zweite Zahnreihe eingesetzt. Rundherum noch einen Strang roten Fondant als Zahnfleisch und schon ist das Maul fertig.
Ich hätte ja noch gerne Blut an die Zähne gemalt oder eine Barbie ins Maul gesteckt, aber mein Sohn meinte das wäre zu angsteinflößend für seine weiblichen Gäste. 🙂

Zähne ausstechen  fertige Maul

Jetzt kamen die vorbereiteten Flossen zum Einsatz. Die beiden Rückenflossen habe ich einfach in den Kuchen gesteckt. Vorher wird natürlich eingeschnitten. Die Seitenflossen habe ich erst zeitgleich hergestellt. Bis zum Anschnitt wurden sie mit Taschentücher gestütz, um die Form zu behalten. Die Augen und Nasenlöcher sind aus schwarzen Fondant geformt.
Zum Schluss braucht der Hai noch ein wenig Feinschliff, sonst sieht er doch etwas langweilig aus.
Dafür musste als Erstes natürlich Wasser her. Man sieht ihn ja schon förmlich nach Luft schnappen, den armen Heiter…..
Ich habe den gesamten Hai mit einem nassen Küchentuch abgewischt, damit er den Glanz bekommt.
Die Übergänge und Lichtreflexe habe ich mit weißer sowie anthraziter Lebensmittelfarbe aufgemalt und die Kiemen sind mit schwarzer Lebensmittelfarbe gemalt.

oh, jetzt ist es ein hai  und fertig

Ich hoffe euch hat der kleine Besuch in meine Küche gefallen!
Die Kinder waren übrigens begeistert vom Hai und können jetzt stolz erzählen, einen Hai gegessen zu haben!

Categories: Torten
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